Personzentrierte Spielpsychotherapie für Kinder
Kinder erleben die Welt oft anders als Erwachsene – ihre Gefühle, Sorgen und Gedanken lassen sich nicht immer in Worte fassen. In der Personzentrierten Spielpsychotherapie steht das selbstbestimmte Handeln des Kindes im Vordergrund. Kinder können in ihrem eigenen Tempo spielen, ihre Gedanken und Gefühle mitteilen und neue Erfahrungen machen. Ich begleite sie dabei bedingungslos und ohne Wertung in einem sicheren Raum.
Was ist Personzentrierte Spielpsychotherapie?
Die Therapie basiert auf dem Ansatz von Carl Rogers. Kinder werden als eigenständige, kompetente Persönlichkeiten gesehen, die das Potenzial zur Entwicklung und Problemlösung in sich tragen.
Durch das Spielen können Kinder:
- ihre Gefühle ausdrücken, auch wenn sie sie nicht in Worte fassen können
- schwierige Erlebnisse verarbeiten
- Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickeln
- ihre sozialen Fähigkeiten und Konfliktlösungsstrategien stärken
Das Spiel wird dabei zum natürlichen Medium, um die innere Welt des Kindes sichtbar zu machen und Unterstützung genau dort anzubieten, wo sie gebraucht wird.
Erstgespräch
Die Therapie beginnt in der Regel mit einem unverbindlichen Erstgespräch mit dem Kind und den Eltern oder einem Elternteil. Dabei besprechen wir:
- die aktuelle Situation und Ihre Anliegen
- mögliche Ziele der Therapie
- wie die Eltern einbezogen werden können
Im weiteren Verlauf findet die Therapie in der Regel einmal pro Woche für 50 Minuten statt.
Kinder entscheiden dabei selbst, wie sie sich ausdrücken möchten – das kann durch Spielen, Malen, Basteln oder andere kreative Methoden geschehen. Begleitende Gespräche mit den Eltern stellen sicher, dass sie den Entwicklungsprozess Ihres Kindes aktiv mitverfolgen können.
Elternberatung
Begleitend zur Therapie Ihres Kindes führe ich regelmäßige Gespräche mit Ihnen als Eltern. Ziel ist es, Sie in Ihrer Erziehungskompetenz zu stärken, Fragen zu klären und die Entwicklung Ihres Kindes zu begleiten. Oft ergeben sich durch das Verständnis des kindlichen Verhaltens wertvolle Hinweise auf positive Veränderungen innerhalb der Familie.
Wann ist psychotherapeutische Begleitung sinnvoll?
Psychotherapie kann helfen, wenn sich bei Ihrem Kind Verhaltensauffälligkeiten oder emotionale Probleme zeigen, wie zum Beispiel:
- Aggressivität, Unruhe oder Hyperaktivität
- Konzentrationsstörungen
- sozialer Rückzug, Interesselosigkeit, depressive Verstimmung
- Ängste oder Kontaktschwierigkeiten
- psychosomatische Beschwerden wie zum Beispiel Bauch- oder Kopfschmerzen
- belastende Lebensereignisse wie Trennung, Scheidung, Verlust oder schwere Erkrankungen
- schulische Probleme, Konflikte, Lernschwierigkeiten oder Prüfungsangst
- besondere Belastungen durch chronische Erkrankungen oder körperliche Einschränkungen
- Autismus
- AD(H)S
- Ticstörungen/ Tourette-Syndrom